Parade Parade

Parade

€660,00

Edward Thomasson entwickelt Theaterstücke, Performances, Videos, Malereien, Zeichnungen und Collagen, die sich mit der Komplexität sozialer und sexueller Interaktionen auseinandersetzen. 

Seine Jahresgabe für den Kunstverein erinnert an eine malerische Tanznotation oder ein ästhetisches Skript, eine symbolische Repräsentation von Bewegung, die nach der Möglichkeit einer überzeitlichen Übersetzung von Bewegungen sucht. Die vier verwendeten Farben markieren die leibliche Ausführung einer flüchtigen Sequenz, wiederholt wie ein choreografisches Motiv. Seine Aquarelle werden so zur Spur einer Performance, die sich ins Papier eingeschrieben hat. 

Der zentrale Gestus ist dabei eine Umarmung, der jedoch das Gegenüber fehlt. Die Aufführung der Geste kippt ins Leere, zwischen dem Wunsch, etwas an sich zu ziehen, und dem Impuls, es fortzustoßen, eine Sehnsucht ohne Ziel. Die Wiederholung wird hier zur Praxis des Begehrens, die darauf zielt, die Intensität des Suchens selbst sichtbar zu machen.  

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Edward Thomasson develops plays, performances, videos, paintings, drawings, and collages that explore the complexity of social and sexual interactions.
His Jahresgabe to the Kunstverein is reminiscent of a painterly dance notation or an aesthetic script, a symbolic representation of movement that seeks the possibility of a timeless translation of movements. The four colours used mark the physical execution of a fleeting sequence, repeated like a choreographic motif. His watercolours thus become the trace of a performance inscribed on paper. The central gesture is an embrace, but one in which the other person is missing. The performance of the gesture tips into emptiness, between the desire to draw something towards oneself and the impulse to push it away, a longing without a destination. Here, repetition becomes a practice of desire that aims to make the intensity of the search itself visible.